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Aktion für Fahrradständer
Mehr Fahrradständer
Für ein fahrradfreundliches Wedel
In der Nacht auf den 1. April sperrten die Jusos in Wedel die Fahrradständer vor dem Rathaus ab und brachten die Hinweisschilder „Diese Fahrradständer werden im Laufe des Tages aus optischen Gründen entfernt“ und „Bitte benutzen Sie die 150m entfernten Fahrradständer am Bahnhof“ an.
Schon vor einem Jahr protestierten die Jusos am ersten April gegen die Entfernung der Fahrradständer am Bahnhof. Damals wurden einige Fahrradständer aus „optischen“ Gründen entfernt. Die Pendler werden seitdem gebeten, ihre Fahrräder 150 Meter weiter weg abzustellen. „Diese Entfernung entspricht dem Weg zum Rathaus“, merkt Pressesprecher Marten Thomsen an. „Da würde auch niemand parken, wenn er zum Bahnhof möchte“.
Der damals von den Jusos in den Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss eingebrachte Antrag für mehr Fahrradständer am Bahnhof wurde mit den Stimmen der Grünen, der CDU und der FDP abgelehnt.
Gleichzeitig wurde sich darauf geeinigt, ein weiteres S-Bahn-Hinweisschild anzubringen. Dieses Schild ist bis heute nicht angebracht worden.
„Die Argumente gegen unseren damaligen Antrag sind schon ziemlich abstrus“, erinnert sich Vorsitzender Martin Weinrich lächelnd. „Die Grünen sahen die Bahn in der Pflicht. Sie wünschen sich, dass jeder sein Fahrrad mitnehmen könne. Das ist zwar eine gute Idee, aber man stelle sich dann die Züge im Berufsverkehr vor – völlig überfüllt.“
Auch das ursprüngliche Argument für den Abbau der Radständer ist mehr als unsinnig. Denn auch wenn die Fahrradständer aus optischen Gründen entfernt worden sind, bedeutet dies für den Bahnhofsvorplatz noch längst keine Verbesserung.„Man gucke sich doch das Bahnhofsgebäude an. Da ändern ein paar Fahrradständer auch nichts an dem Anblick. Stattdessen hat man jetzt Fahrräder an Stellen, an denen man sie nicht haben möchte“, kommentiert Vorstandsmitglied Marie Gückler.
Ursprünglich wollten die Jusos die Aufmerksamkeit einer breiten Masse auf die Art, wie man in Wedel mit Fahrradfahrern umgeht, lenken und zu diesem Zwecke die Fahrradständer am Bahnhof absperren. „Wir haben davon Abstand genommen, weil wir damit die Fahrradfahrer behindern würden“, erklärt Beisitzerin Stella Plüß. „Das würde ja gegen unser Ziel, die Situation der Fahrradfahrer in Wedel zu verbessern, stehen“.
Diesmal werden die Jusos nicht den Weg in den Ausschuss gehen. „Ein Antrag sollte nur einmal pro Legislaturperiode gestellt werden“, findet Vorsitzender Martin Weinrich. „Aber wir sehen schon die derzeitige schwarz-grüne Koalition in der Pflicht, etwas für die pendelnden Fahrradfahrer zu tun. Ob das im Rahmen eines längst überfälligen Radverkehrskonzept oder in anderer Art und Weise geschieht – sie müssen eine gute Alternative zu mehr Fahrradständern vor dem Bahnhof bieten.“
