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CDU wollte den "Atommüll" nicht annehmen.
Am Samstag gab sich anlässlich des Stadtfestes der Sozial-Landwirtschafts-Umwelt-Fisch-Minister in Pinneberg die Ehre. Sonst eher selten in seinem Wahlkreis anwesend stand er einige Minuten vorm Stand der CDU. Wir nutzten die Chance und versuchten eine Tonne mit “Atommüll” an den Minister zu übergeben. Er war leider wieder in seinem Dienstwagen verschwunden.
Davon unbeirrt verteilten wir Flyer in denen auf die enormen Gefahren der Atomkraft und die ungesicherte Endlagerfrage hingewiesen wurde. Die CDU war wenig begeistert und reagierte merkwürdig aggressiv. Wir hatten bereits den Besuch des Noch-Ministerpräsidenten Carstensen gestört. Mit Pinocchio-Nasen ausgestattet, machten wir auf die Lüge von Carstensen aufmerksam. Er hatte unwahr behauptet das die SPD von den Bonuszahlungen an den HSH-Noch-Chef Nonnenmacher wußte. Der CDU-Kreisvorsitzende persönlich Ole Schröder drohte uns mit einer Retourkutsche. Er hätte einhundert Personen in seinem Team, die alle für eine solche Aktion zur Verfügung stünden. Wir freuen uns auf den Besuch der Einhundert. Allerdings werden wir die Zivildienstleistenden und Rollatoren nicht mitzählen.
Die Reaktion der CDU ist nicht verwunderlich. Sie wissen ganz genau, dass ihre Position zur Atomkraft in der Bevölkerung nicht gut ankommt. Wir dürfen gerade als junge Leute nicht zu lassen, dass diese Schrottreaktoren weiter Atommüll produzieren. Die CDU fördert die Rendite von Energieriesen auf Kosten der kommenden Generationen.
Es heißt Arsch hoch gegen Krümmel und Co! Gemeinsam mehr Atomkraftwerke abschalten!
„Darf ich Ihnen einen Apfel anbieten?“
Mit diesen Worten sprachen wir, in weiße Schutzanzügen gekleidet, am Samstag Passanten in der Elmshorner Innenstadt an. Die Blicke, die wir dabei ernteten waren irritiert, denn die Äpfel sahen doch sehr merkwürdig aus. Die Äpfel seien aus Krümmel und sähen deswegen so aus. Strahlung habe dies angerichtet antworteten wir.
Nach dieser Antwort ließen sich die meisten Passanten jedoch keine Birne als Apfel andrehen. Denn genau die steckten eigentlich hinter dem Krümmeläpfeln.
So auffällig gekleidet nutzten wir aber die Chance, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.
Unser Ziel war die Passanten auf die Gefahren von Atomkraftwerken und die ungelöste Endlagerfrage hinzuweisen. Die Passanten reagierten positiv auf unser Engagement . Viele teilten unsere ablehnende Haltung zur Atomkraft und nahmen gerne eine gesunde Birne mit.
Wir Jusos sind uns jedenfalls sicher: Die Schrottreaktoren Krümmel und Brunsbüttel müssen dichtgemacht werden. Die Risiken sind unverantwortlich!
Durch eine Mischung aus Energiesparen, erneuerbaren Energien und eine Dezentralisierung der Energieversorgung ist eine strahlenfreie und klimafreundliche Energieversorgung möglich. Wir müssen nur wollen. Dann sehen die Äpfel auch nicht mehr so komisch aus.

