Artikel-Schlagworte: „Atomenergie“
Haben Sie noch Platz für Atommüll?
Ein seltsamer Anblick bot sich den Besuchern des Beach-Clubs am Freitagabend. Zwei Menschen in Strahlenschutzanzügen begannen, ein Fass, das eindeutig mit dem Atomwarnzeichen gekennzeichnet war, am Strand zu vergraben. Schnell war klar, dass das Unternehmen hoffnungslos war. Der Sand brach zusammen, schnell drang auch Grundwasser in das Loch hinein. Das hielt die beiden jedoch nicht davon ab, das Fass noch tiefer zu vergraben. Nach getaner Arbeit wurde den ersten Besuchern doch ein wenig mulmig. Kinder begannen in der Nähe des Fasses zu spielen. Die Umwelt war in keinster Weise geschützt.
Erst beim Verlassen des Beach-Clubs wurde klar, worum es sich bei dem Fass eigentlich handelte. Die Jusos informierten die Besucher dort mit Flyern und Schildern über die Gefahren der Atomstromerzeugung.
Nicht nur die Aktion am Strand zeige, dass die Endlagerfrage für Atommüll noch lange nicht geklärt ist. Bisher konnte noch kein Ort gefunden, an dem der Müll wirklich langfristig gelagert werden kann. “Sowohl Asse als auch Gorleben zeigen, dass eine Lagerung länger als einige Jahrzehnte bisher noch nicht möglich ist.” so Cornelius Samtleben, Juso Kreisvorsitzender. “Das bedeutet, dass Atomkraftwerke neben dem ständigen Risiko eines GAUs auch noch Tonnen von strahlendem Müll produzieren, für den wir bisher noch keine Lagermöglichkeit haben.” so Samtleben weiter.
Mit der Aktion im Beach-Club zeigten die Jusos, dass dieses Thema uns alle etwas angeht. Denn die Müllfrage beschäftigt nicht nur in der Nähe der Lager wohnende Menschen. Die Strahlengefahr geht uns alle etwas an.
Die Jusos sind genau wie die SPD der festen Überzeugung, dass am Atomausstieg dringend festgehalten werden muss. Mit Aktionen wie der vor dem Beach-Club wollen wir die Bedeutung dieses Themas unterstreichen.


