Unglaubwürdig und Unlogisch
Kult statt Kultur
Mal wieder neues aus unserer Staatskanzlei. Diesmal der Akt Kulturpolitik. Wobei man im Falle von schwarz- gelb wohl lieber von Unkultur reden sollte. Da droht eine finanzielle Beschneidung des Musikfestivals, dass auf 170.000 € verzichten sol, oder des Jazz Blaticas, welches um 20.000 € bangt. Allein hier versucht schwarz- gelb also mit Blick auf die hohe Verschuldung, einer Schuldenerhöhung um 50 € pro Sekunde und die Schuldenbremse rund 190.000 € einzusparen, wobei es schon sehr fragwürdig ist, in einem Bereich zu sparen, der sich im ganzen Bundesland großer Begeisterung und Tradition erfreut und auch über Landesgrenzen hinaus Anerkennung findet.
Die Fragezeichen werden allerdings um eingies größer, wenn die Staatskanzlei im Gegenzug 600.000 € für eine Ausstellung im Laboer Marine- Ehrenmal bereitstellt. Militär statt Musik. Zwar sch
eint es lobenswert, dass jenes Mahnmal von einem Ehrenmal zu einem Friedensmahnmal umgebaut werden soll, was auch die bezuschusste Ausstellung miteinschließt. Allerdings fragt man sich wieso die Zuschüsse in der Form, in der Höhe und unter den Umständen fließen müssen. Immerhin erhält das Mahnmal auch 800.000 € jährlich aus Eintrittsgeldern.Ganz nebenbei wirkt das ganze Prozedere auch ehr undemokratisch: So soll der zuständige Ausschuss im Landtag im Herbst nicht über die Pläne des Kulturstaatssekretärs Heinz Maurus (CDU) informiert worden sein…irgendwie macht das in eine parlamentarischen Demokratie keinen Sinn und wirkt nicht gerade offen!