„Ich seh nichts, ich hör nichts“

demopinnebergAm 6.6. haben 4000 Menschen in Pinneberg gegen die Rechtsradikalen demonstriert. Ein breites Bündnis aus Kirchen, Vereinen, Gewerkschaften und Parteien hatte zur Gegendemo aufgerufen.

Nicht dabei waren die Konservativen. Kein Bundestagsabgeordneter, kein Landtagsabgeordneter, kein Kreistagsabgeordneter. Weder CDU, KWGP noch FDP haben sich durch ihre öffentlichen Äußerungen oder auf ihren Internetplattformen gegen das menschenverachtende nationalsozialistische Gedankengut gestellt.

Die absurde Begründung lautet immer gleich: „Man darf den Nazis keine Plattform bieten. Wenn wir sie ignorieren, dann verschwinden  sie.“ Getreu nach dem Motto „Was ich nicht sehe gibt es auch nicht.“ Für diese Haltung ist Franz von Papen (Zentrumspartei) in den Nürnberger Prozessen angeklagt worden.

Denn dieser Irrweg ist gefährlich. Längst haben sich die Neofaschisten im Internet hervorragend vernetzt. Die Anonymität des Netzes bringt die Ausländerfeindlichkeit vieler Spießbürger ans Licht. Man gucke sich einmal manche Kommentare auf cdu-politik.de an.

Spätestens wenn es nachts an der Tür klingelt, wird es schwer seine Augen zu verschließen.

Wer wie in Hessen Wahlkampf gegen junge Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft macht, sollte in seiner Verantwortung als Volks- und teilweise Regierungspartei mal anfangen deutlich zu machen, weshalb die Positionen rechtsradikaler Parteien und Organisationen derart verachtenswert sind.

Lokal zeigt unser verehrter Herr Kreispräsident Burkhard E. Tiemann im Kreistag, wie er dazu steht, indem er erklärte, lediglich:

arbeitende und nicht kriminelle Ausländer sind mir lieber als Rechtsradikale

Der Kreispräsident hatte sein Wegbleiben von der Demonstration damit begründet, dass er nicht offiziell eingeladen worden sei. Ein Demokrat hat sich nicht nur dann gegen Nazis zu positionieren, wenn er sich dabei als Promi feiern lassen kann.

Herr Tiemann setzen sie endlich ein Zeichen!

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Torsten Albig Ministerpräsident in...
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